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Feldberg und Belchen

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Ausgangspunkt der Wanderung ist Titiseee/Neustadt. Mein Ziel ist, den Westweg weiterzugehen, soweit ich an 2 Tagen komme. Da ich die Karte vorher nicht ausgiebig studiert habe (erst gerstern im Reisebuchladen gekauft), weiß ich noch nicht, wie weit das sein wird.
Glockenspiel in Titisee/Neustadt.
Rückblick auf den Titisee...
...und Ausblick auf das mindeste Ziel: den Feldberg.
Heiter bis wolkig.
Wollgras?
Hügel hinter Hügel.
Sooo weit oben bin ich schon.
Steinhaufen Nr. 5...
...und Nr. 6.
Das Ziel rückt näher.
Blick vom Feldberg-Gipfel aus auf den Feldbergturm (rechts) und die Seilbahnstation (links). Diese Touristenanziehungspunkte hab ich geschickt umgangen (Abzweigung verpaßt).
Viele meiner Bilder haben eine leichte Links-Neigung diesmal. Der Funkturm stand aber gerade, soweit ich mich erinnere.
Die Wetterstation auf dem Feldberg.
So, auf der anderen Seite schon halb wieder unten. In der St. Wilhelmshütte bekommt man einen hervorragenden Käsekuchen. Außerdem konnte ich hier meinen Wasservorrat auffüllen.
Zuviel Auswahl bei den Abzweigungen ...
... und Freude über die kleinen, feinen Trampelpfade ...
führen dazu, daß ich quer über eine Kuhwiese laufe. Der Trampelpfad stammt von Kühen und hört am gegenüberliegenden Zaun einfach auf. Gut, daß ich das GPS, die neue Karte und das Zentimetermaß dabei habe, dadurch kann ich rausfinden, daß ich nur 150m den Hang hoch wieder auf den richtigen Weg treffe. Als ich gerade über die Kante geschnauft bin und mir die Abendsonne voll ins Gesicht scheint, höre ich vor mir im dunklen Gebüsch ein lautes Rascheln und Trampeln! Großer Schreck: werd ich jetzt von einer Kuhherde umgerannt? -- Blinzelnd sehe ich zwei große schwarze Vögel wegfliegen: Auerhähne! Na, die waren mindestens so entsetzt über die Begegnung wie ich.
Wolken am Abendhimmel.
Das Ziel für morgen -- inzwischen hab ich die Karte besser studiert -- ist der Belchen. Hier versteckt er sich noch verschämt hinter den Bäumen.
Tja, als Biologin müßte ich eigentlich wissen, was das ist. Es wächst jedenfalls in einem kleinen Naturschutzgebiet, das rund um einen noch kleineren Bach herum angelegt wurde. Die Bachlandschaft mit den durch Beweidung offen gehaltenen Flächen und dem benachbarten Hochmoor ist ökologisch sehr wertvoll. Schade, denn jetzt wär genau die Zeit, einen schönen Schlafplatz zu finden.
Und hier ist er: erst vom Weg in einen Trampelpfad abgebogen und dann nochmal 5m in den Wald befindet sich eine moosige Stelle, die gerade groß genug für meinen Biwaksack ist.
Nach einer ruhigen, regenfreien Nacht wache ich praktisch mit der Sonne auf, die mir tatsächlich schon kurz nach 6 ins Gesicht scheint, obwohl ich mitten im Wald liege. Los geht’s! In der Morgensonne leuchtet der Fingerhut, von dem hier reichlich wächst, besonders schön.
Diesen Brunnen hätte ich mehr würdigen sollen! Ich hab mir nur das Gesicht gewaschen und erst ein paar km weiter gemerkt, daß irgendwelche Pilze oder Bakterien mein Pfirsich-Maracuja-Schorle genauso lecker finden wie ich (vorher).
Ein ganzer Schwarm Greiffögel nutzt die Thermik über einem Hügel.
Diese Pferde posieren extra für mein Foto.
Jetzt ist der Belchen schon ganz nahe. Nur noch 300 Höhenmeter...
... und die geht’s steil bergan.
Soviel zu der Frage, ob man das wohl auch mit Schneeschuhen gehen kann.
Noch eine blaue Blume.
Je mehr Fotos ich mache, desto mehr kann ich beim Anstieg ausruhen. Vielleicht hätte ich doch mehr als 2 Müsliriegel zum Frühstück essen sollen? Blick Richtung Rheinebene.
Rückblick auf den Feldberg.
Oben! Der Belchen ist grasbewachsen, obwohl der Gipfel unterhalb der Baumgrenze liegt - der Wald wurde abgeholzt, um Raum für Weideflächen zu schaffen.
Alpenpanorama! Vom Belchen aus kann man bis in die Alpen schauen, laut Schautafel kann man Mönch und Eiger sehen.
Und hier geht’s wieder runter. Ich gehe noch ein paar Kilometer auf dem Westweg und dann nach Untermünstertal zum Bahnhof. Gesamtstrecke in den beiden Tagen: knapp 50 km.